Die Landschaft Ostholsteins

Ostholstein verdankt seine landschaftliche Schönheit der Eiszeit. Während der vergangenen circa 600000 Jahre haben sich mehrfach riesige Eismassen bis nach Norddeutschaland getraut. Unaufhaltsam schob sich das Eis Skandinaviens mit einem Druck von über 2000t pro m2 bis zum östlichen Schleswig-Holstein, über Mecklenburg, Pommern, Ostpreußen Der letzten verdankt Ostholstein sein heutiges landschaftliches Gesicht. Vor ca 20000 Jahren wich das Eis langsam zurück. Es dauerte 10000 Jahre bis alles Eis geschmolzen war. Zurück blieb ein Chaos aus Gesteinstrümmern, Ton und Kies. Der Kies wird heute noch abgebaut. Wer ein faible für große und kleine Steine hat und dafür nicht extra nach Skandinavien reisen möchte, kann in Ostholstein alles finden, was das Herz begehrt.

Hier liegen Steine unterschiedlicher Couleur und Größe wild herum.Da gibt es Granite in allen Farben und Nuancen, den weißen Stockholmgranit, den grobkörnigen Rapakivi aus Finnland, man findet den Rhombenporphyr aus dem Oslofjord ebenso wie den hellen und roten Quarzit von der dänischen Südsee sprich Bornholm. Da tummelt sich der geheimnisvolle schwarze Basalt aus Schonen, da liegt der Flintstein unter der freien Sonne und mittendrin zwischen Kies, Sand und Steinen lassen sich Versteinerungen finden von Seeigeln, ´Donnerkeile` von Belemniten und das von versteinerte Muschelschalen und Schneckenhäuser durchsetzte ´Holsteiner Gestein`, eine Besonderheit, die es nur in Holsteins Osten gibt.

Im Lauf der Jahrtausende hat sich das Chaos in eine wunderschöne, fruchtbare Landschaft verwandelt - gern bewohnt von den Einheimischen, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen - und gern besucht von Erholung und Abwechselung Suchenden aus allen Ecken unseres Landes.

Jedem, der Ostholstein besucht, fällt die Vielzahl seiner Seen auf.

Manche entstanden, weil sich nach dem Eisrückgang das Klima so sehr erwärmte, dass das Toteis in der Tiefe schmolz und sich in Vertiefungen und Senken ergoß.

Andere entstanden, weil sich im Laufe der Zeit vom Eis ausgeschürfte Mulden mit Grundwasser füllten.

Ostholstein verdankt seine besondere Landschaft ausschließlich der letzten Eiszeit .Wo immer wir auch herumlaufen, wir sind immer in Skandinavien. Würde wir die Erde Ostholsteins dorthin bringen von wo sie kommt, gäbe es Ostholstein nicht und auch nicht das übrige Schleswig-Holstein, dafür wäre Skandinavien etwas dicker.

Kategorien: Ostholstein
23.01.2006

Ostholsteins Vorgeschichte

In der älteren Steinzeit d.h.vor mehr als 10000 Jahren trudelten die ersten Leute in Ostholstein ein, so besagen die Funde. Sie richteten es sich in ihren Zelten so weit es ging gemütlich ein und jagten ansonsten die hiesigen Rentiere und Moschusochsen und sammelten was eßbar war.

Das Klima damals ähnelte dem gegenwärtigen in Nordkanada und Nordsibirien. Sonderlich freundlich war es also nicht. Die neuen Bewohner blieben dennoch.

Vor Kälte schützende Behausungen aus Rentierfellen, Hemd und Hosen aus entsprechend wärmendem Material und ein Feuer zur rechten Zeit machten es möglich.

Vom Ren wurde alles genutzt : das Fell für Kleidung und Schuhe, für Decken und Zeltplane, Sehnen und Innereien wurden zu Nähutensilien, aus den Knochen und dem Geweih wurden Waffen und Haushaltsgeräte.

Die besondere Kunstfertigkeit der frühen Einwohner Ostholsteins zeigt sich in der Geschicklichkeit, mit der sie aus dem reichlich vorhandenen Feuerstein / Flintstein Werkzeuge, Klingen, Schaber, Bohrer und Pfeilspitzen fabrizierten. In den Museen von Neustadt-Holstein oder Oldenburg -Holstein kann man sich davon überzeugen.

Die ältesten in Ostholstein gefundenen Feuersteinfabrikate wurden in der Nähe von Grömitz aufgespürt. Sie werden, da sie mehr als 10000 Jahre alt sind noch der älteren Steinzeit zugeordnet.

In der Nähe von Grube in Osholstein stieß ein Arbeiter beim Torfstechen auf zwei Schädel und einige Knochen. Er entdeckte damit die bislang ältesten direkten Hinweise auf menschliche Besiedlung in Schleswig-Holstein.Die Funde wurden auf ein Alter von ungefähr 8000 Jahre datiert.

Ihre Untersuchung der Funde ergab zudem, daß es keine Neandertaler waren, die sich als Rentierjäger betätigten. Es waren keine plumpen, grobschlächtigen Leute, die Holsteins Landschaft bevölkerten, sondern

noble Jäger, mit hoher Stirn und geraden Gliedmaßen - Menschen wie Du und Ich.

Diese modernen Holsteiner und Europäer verfügten über eine enorme künstlerische Begabung, das kann man andernorts noch immer bewundern. In hiesigen Museen und in Höhlen draußen im Süden Europas lassen sich ihre Kunstwerke bestaunen.

Kategorien: Ostholstein
23.01.2006

Ostholstein sehen und was erleben, das hat was.

Zu allererst tut es allerdings gut, sich vor Augen zu führen, was das ist, Ostholstein :

Ostholstein ist geographisch nicht deutlich begrenzt. Deshalb konzentriert man sich am besten auf die Region zwischen Fehmarns Spitze und dem Unterlauf der Trave,dem Plöner See, der Lübecker und der Hohwachter Bucht.

Kategorien: Ostholstein
18.01.2006