Das Maifeuer 2010 im Ostseebad Kellenhusen
Am Freitag, den 30.04.2010, fand wieder das alljährliche große Maifeuer auf der Südstrandwiese des Ostseeheilbades Kellenhusen statt. Die Gäste des Ostseebades waren begeistert. Endlich konnten sie sich wieder mal an einem guten Feuer und den dazu gehörigen Nascherein einschließlich Bier, Köm und Korn von Herzen erfreuen.
Auch für die Kinder wurde Einiges aufgeboten. Sie konnten unter anderem an einem eigenen kleinen Feuer Stockbrot backen. Für das leibliche Wohl der Erwachsenen wurde natürlich ebenfalls gesorgt, leckere Grillwurst und natürlich eine zünftige Maibowle luden zum Verweilen und Entspannen ein.
Dieser besondere Ausblick auf den Frühling wurde von Einheimischen wie Gästen genossen. 2011 erwartet die Gäste wahrscheinlich Ähnliches. Also für zukünftige Freude ist bereits gesorgt im Ostseebad Kellenhusen.
Vom Ostseebad Kellenhusen ins Museum Katharinenhof auf Fehmarn
Vom Ostseebad Kellenhusen ca. ½ Stunde Autofahrt entfernt liegt die Insel Fehmarn. Hier findet man das Freilichtmuseum Katharinenhof.
Es liegt im Südosten der Insel. Auf einer Fläche von ca. 2.000 qm präsentieren sich hier historische Werkstätten in ihrer Ursprünglichkeit. Das Backhaus, die Rauchkate von 1520 und das Café im Museumshof sorgen für einen erlebnisreichen Tag auf Fehmarn.
Von Dahme, Grömitz oder Kellenhusen ins Oldenburger Wallmuseum
Ein weiteres Highlight im Ostseeferienland Schleswig-Holstein ist der Besuch des Oldenburger Wallmuseums. Hier findet eine Ausstellung zur mittelalterlich slawischen Geschichte statt.
Die lang verschollene nun wieder entdeckte slawische Hafensiedlung Starigrad wurde in wesentlichen Aspekten wieder erweckt. So kann man kann heute die Nachbauten mittelalterlicher Frachtsegler, Kurierboote und Einbäume bewundern.
Des weiteren kann man im Wallmuseum das Färben der Gift- und Faserpflanzen, sowie das slawische Inselheiligtum erkunden. Das archäologische Denkmal ist zwei Hektar groß und 18 m hoch, gesprochen wird hier von der Ringwallanlage, die einst den Fürstenhof Starigard, zu deutsch „alte Burg“, schützte.
Starigard war ein westlicher Fürstensitz der Slawen und Schleswig-Holsteins erste befestigte städtische Siedlung. Neben Haitabu war diese Siedlung der bedeutendste Handels- und Hafenplatz in Schleswig-Holstein.
Das Wallmuseum ist als Holsteiner Meierhof mit Gebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts angelegt. Die vorhandenen Ausstellungen behandeln die Themen Starigard, Fürstenburg und Bischofssitz am Rande der slawischen Welt und das Leben in einer westslawischen Stadt.
Um 700 n. Chr. wanderte der slawische Teilstamm der Wagrier nach Ostholstein ein. Nach ihm wurde das Land Wagrien benannt. Die Slawen blieben bis ins 12. Jahrhundert politisch und kulturell vorherrschend.
Vom Ostseeheilbad Kellenhusen nach Oldenburg und dort in das Wallmuseum sind es ca. 18 km zu fahren. In den Ausstellungen wird mit zahlreichen Ausgrabungsfunden die Geschichte von Starigards Ringwall, seiner Fürsten, Bischöfe und Bewohner präsentiert.
Die idyllische Umgebung des Museums schenkt den Besuchern Momente der Beschaulichkeit. Ritter, Bogenschützen und slawische Handwerker geben sich für die Gäste aus den Ostseebädern Dahme. Grömitz und Kellenhusen ein Stelldichein bei den Aktionstagen im Oldenburger Wallmuseum, die regelmäßig über den Sommer verteilt stattfinden. Ein Besuch lohnt sich. Geschichte live zu erfahren ist wirklich ein Erlebnis.
Zu erwähnen ist noch, dass man hier das Mittelalter hautnah erlebt - sozusagen mit allem Drum und Dran. Die Aktionstage in der Slawensiedlung beeindrucken. Man erfährt alles Wesentliche über das Leben in jener Zeit.
Man erlebt wie im Mittelalter Wolle verarbeitet wurde, wie mit Holz, Speckstein, Lindenbast, Knochen, Leder gearbeitet wurde. Die Gäste erfahren etwas über die Getreideverarbeitung, Schafzucht und wie gefischt wurde.
Wer das Bogenschießen liebt, der kann sich darin üben, in jedem Fall aber die Geschicklichkeit der Bogenschützen bewundern. Wer gern seine motorischen Ferftigkeiten erweitern möchte, der kann etwas über Nadelbinding, Brettchenweben, Filzen, Brot backen und das Herstellen von mittelalterlichen Speisen lernen.
Strandkörbe gibt es auch im Ostseebad Kellenhusen
Der Strandkorb hat seinen Siegeszug bereits Ende des letzten Jahrhunderts begonnen. Wilhelm Bartelmann hat ihn in unserer Küstenregion als Erster gebaut, nachdem die Sitzgelegenheiten und Hütten aus Stroh, auch „Luftschnapper“ genannt, sich nicht bewährt hatten.
Der Hofkorbmacher, Wilhelm Bartelmann, der ansässig in Rostock war, hat zunächst einen Einsitzer und später einen Zweisitzer aus Weiden- und Rohrgeflecht, die mit Markisenstoff ausgeschlagen waren, gebaut.
In diesen Körben konnten von nun an die Frauen z. B. bei ihrer Nadelarbeit sitzen und die Männer plaudern. Vom Seewind geschützt konnte man sich in diesen Körben bis zum heutigen Tag sehr gut erholen. Selbstverständlich verfügt auch das Ostseebad Kellenhusen über diese Errungenschaft.
Die Strandkorbvermieter sind eine wesentliche Säule der hiesigen Tourismusbranche.
Der Gast würde ohne seinen Strandkorb an windigen Ostseetagen, an sonnendurchfluteten Sommertagen seinen Urlaub gewiss anders erleben als erwünscht.
Ausspannen in Husum
Vom Ostseebad Kellenhusen aus gesehen gibt es weitere sehr interessante Ausflugsziele z. B. die alte Handelsstadt Husum. Wenn die Viehhändler auf ihrer Reise auf die Halbinsel Eiderstedt einst in Husum Station machten, bezogen sie in Gasthöfen Quartier.
Die Ausspannwirtschaften lagen meistens in der Nähe des Hafens, direkt an dem wichtigsten Handelsweg. Ein besonderer Blickfang ist hierbei der Dragseth´s Gasthof. Es ist seit dem 16. Jahrhundert Husums ältestes Lokal.
Zunächst errichtete man hier 1580 ein eingeschossiges Fachwerkhaus. 1794 putzte sich das Lokal zu seiner heutigen Form heraus. Straßenseitig wurde der Bau zweigeschossig massiv aufgemauert und mit seiner schmucken, sechssproßigen Fensterfront versehen. Wer den lauschigen Innenhof betritt, sieht noch den hofseitig erhaltenen eingeschossigen Fachwerkbau.
Doch im Laufe der Zeit begann das geschichtsträchtige Gemäuer unter der Last seiner Jahre zu ächzen. 2001 wurde sodann die Restaurierung dieses denkmalgeschützten Bauwerks abgeschlossen.
Die Reetdächer wurden auch auf Nebengebäuden wie Backhaus und Kuhstall erneuert. Jetzt kann man in der Gaststube wieder zum Klönschnack am hohen schwedischen Kachelofen Platz nehmen, so wie einst vielleicht der Dichter Theodor Storm, der unweit von hier am Hafen wohnte.
Es lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug in das geschichtsträchtige Husum in Schleswig-Holstein. Man fährt von Kellenhusen ungefähr 1 ½ Stunden nach Husum und natürlich lohnt sich auch die Einkehr in dieses wunderschöne alte Gemäuer.