Die „Sail Travemünde“ - Der beliebte Treffpunkt für traditionsreiche Oldtimer-Segelschiffe
2009 wird es ebenso wie 2008 Dreimaster aus Schweden, den Niederlanden, Russland, Polen und Deutschland geben, die Kurs nehmen auf das Ostseebad Travemünde.
Verbunden mit der „Baltic Sail“ von Gdansk/Polden, Halmstadt/Schweden, Kleipeda/Litauen, Karlskrona/Schweden, der Hansesail in Rostock, ist das Ostseebad Travemünde ein Zielhafen für traditionsreiche Oldtimer-Segelschiffe.
Auf der internationalen Gästeliste stehen sicher auch 2009 ausdrucksvolle Namen wie „Aglaia“, „Astarte“, „Baltic Beauty“, „Hansine“, „Lilleholm“, „Marie Galante“, „Santa Barbara Anna“ und „Vadder Gerrit“.
Segel-Oldtimer laden dann wieder ein zum „Open Ship“ an Bord und zum Mitsegeln auf der Ostsee. Das geht von der Gaffelketsch über die Galeasse bis zum Dreimast-Bramsegel-Schoner.
Das Feuerschiff „Fehmarnbelt“ iwird vermutlich ebenso wieder dabei sein wie der Seenotkreuzer „Vormann Janzen“, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 2009 wird ein jeder gern gesehener Gast am Ostpreußenkai in Travemünde sein.
2008 fand die offizielle Eröffnung mit der Begrüßung der Kapitäne und Crews sowie der Auftritt des Passat-Chores am Ostpreußenkai statt. 2009 wirds wohl ähnlich sein.
Zu den besonderen Höhepunkten der „Sail Travemünde“ gehören die Segeltörns. Bei den Gästen der Ostseebäder Kellenhusen, Dahme und Grömitz sowie Scharbeutz, Haffkrug, Timmendorf usw. sorgen die Events des „Sail Travemünde“ für maritime Stimmung und beim Mitsegeln auf der Ostsee für beeindruckende Momente auf hoher See.
Wer mit der „Baltic Beauty“ aus Rönneby/Schweden einen Abendtörn machen möchte, kann sich freuen. 1926 wurde das Schiff gebaut. Es ist dampfmaschienenbetrieben und wurde ursprünglich zum Transport lebender Aale genutzt. Das Schiff wurde 1980 von Kapitän Viktor Gottloff erworben, liebevoll restauriert und zur Brigantine umgeriggt.
Ein anderes 2008 auf der „Sail Travemünde“ zu bestaunendes Boot war die Galeasse „Brigitte“. Sie wird wohl auch 2009 zu bewundern sein. Die „Brigitte“ wurde 1957 für die Fischerei in der Nordsee gebaut und zwar in Vildsund/Dänemark. Sie fischte auf der Doggerbank und um Grönland. Die jetzige Eignergemeinschaft erwarb 1981 das Schiff und baute es nach alten Plänen zum Segler um.
Ein weiteres beeindruckendes Schiff ist die Gaffelketsch „Bryza“ aus Gedinja/Polen. Sie wurde 1952 in Polen von ehemaligen Schülern der Bootsbauschule hergestellt und war jahrelang als Rettungsschiff im Einsatz. Die Gaffelketsch „Bryza“ nimmt jährlich an internationalen Regatten und maritimen Events teil.
Wer einmal selbst Kapitän sein möchte, auf dem eigenen Schiff, kann die Gaffelketsch „Bryza“ auch für Vollcharter, d. h. für Tages- und Mehrtagestörns zur Verfügung gestellt bekommen, und sie bietet sich natürlich auch zum Mitsegeln an. Beispielsweise von Rostock nach Travemünde und von Travemünde nach Gdansk.
Ein detailgetreuer Nachbau eines Postbootes aus dem 19. Jahrhundert ist die Gaffelketsch „Cor“ aus Rotterdam. Jährlich nimmt der Zweimaster an zahlreichen Regatten teil und ist auf vielen maritimen Festen zu sehen. Auch die „Cor“ bietet Vollcharter sowie Tagesfahrten an.
Man kann feststellen, die „Sail Travemünde“ wird auch 2009 ihre Attraktionen haben, in mancherlei Hinsicht. Man muss es als Freund des Meeres bekennen, die Dickschiffe sind immer wieder ein Ereignis.
Itzehoe, die bedeutendste Industriestadt an der holsteinischen Küste
Wer sich gerne zu Tagesausflügen verleiten lässt, kann von Kellenhusen, Dahme oder Grömitz in kurzer Zeit die bedeutendste Industriestadt an der holsteinischen Küste, nämlich Itzehoe, erreichen.
Itzehoe wurde 810 durch Graf Eckbert als fränkischer Brückenkopf nördlich der Elbe angelegt. 1958 wurden in der Oldenburgskuhle, an der Nordwest-Grenze des heutigen Stadtfeldes, Reste des historischen Itzehoe ausgegraben.
Die Ausgrabungen brachten Folgendes zum Vorschein: Eine Burg der Billunger Herzöge zur Sicherung des Störübergangs, im Jahre 1032 als Praesidiom Echohe erwähnt. Die Burg wurde um 1200 zu einem Eckpfeiler der Schauenburgischen Landesherrschaft ausgebaut.
Graf Adolf IV. gründete 1238 die Neustadt als Kaufmannsstadt lübbschen Rechts innerhalb der Störschleife. 1260 erfolgte die Verleihung des Stapelrechts, sie bildete die Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung von Itzehoe.
Seit 1256 dehnte sich am Nordwestrand der Stadt ein Zisterzienserinnenkloster aus. Dieses Kloster beeinflusste die Geschicke Itzehoes enorm. Es überstand auch die Reformation durch die Umwandlung in ein adliges Damenstift.
Graf Rantzau wurde 1524 mit Stadt- und Kirchspiel Itzehoe belehnt. Sein Sohn Heinrich erbaute sich einen stadtlichen Palast in der sog. Breiten Straße.
Der Wohlstand der Stadt Itzehoe wurde in den Kriegsjahren zwischen 1625 und 1721 zu Grunde gerichtet. Wallenstein leitete 1627 von Itzehoe aus die Eroberung der Breitenburg. Von 1644 bis 1646 wurde die Stadt befestigt.
Großes Missgeschick ereilte 1657 Itzehoe, denn die Alt- und Neustadt wurde vom Schwedenkönig Karl X. beschossen und bis auf wenige Häuser eingeäschert. Es erfolgte ein nur bescheidener Wiederaufbau.
Erst im 19. und 20. Jahrhundert wurde Itzehoe die führende Industriestadt an der Westküste Schleswig-Holsteins. Herausragend durch ihre Zuckerraffinerie und Zementherstellung.
In den Hochhausbauten der 1950er und 1960er Jahre drückte sich die wirtschaftliche Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg aus. 1969 wurde ein Teil Itzehoes, die sog. Neustadt, zum Sanierungsgebiet. Die meisten Häuser, mit Ausnahme um Markt und Burg herum, wurden abgebrochen. Die Störschleife wurde zugeschüttet. Die Moderne nahm ihren Anfang.
Lachen im Hotel?
Früher war es ein Sack, heute ist es ein Hotel, das uns aus trüber Stimmung helfen soll.
Vor nicht allzu langer Zeit genügte ein billiger Lachsack, um einem auf die Beine zu helfen, heute muß es schon ein Lachhotel sein, im dem man seinem Lachbedürfnis frönen und seinen Lachbedarf decken kann.
Anscheinend mit Lachen bis zum Rand gefüllt verlassen die Gäste ihr Hotel und wissen das hat gut getan.
Dass Lachen gut tut, das weiß jeder aus eigener Erfahrung, jetzt bestätigen das sogar wissenschaftliche Untersuchungen .
Beispielsweise wurde eine Gruppe von Studenten aufgefordert, ein Problem zu lösen, das zu seiner Lösung Kreativität verlangt. Studenten, denen vor dem Experiment ein Comic-Film gezeigt wurde, waren viel besser in der Lage, eine Problemlösung zu finden, als diejenigen, die sich einen pädagogischen Film angesehen hatten. Fazit : In guter Stimmungslage sind wir leichter in der Lage intellektuelle Herausforderungen zu meistern.
Darüberhinaus genießt auch unser Körper die positive Stimmungslage.
Personen, denen ein lustiger Film gezeigt wurde, wiesen einen geringeren Spiegel an Streßhormonen (Adrenalin, Cortisol) auf als solche, die den Film nicht sehen konnten.
Wenn wir lachen, wird der Körper insgesamt aktiviert. Lachen rüttelt und schüttelt uns durch. Es lockert die verspannte Skelettmuskulatur und das Zwerchfell. Lachen steigert die Atmungsaktivität, bringt verstärkt Sauerstoff in den Körper und vor allen Dingen ins Gehirn. Es stimuliert Herz und Kerislauf und kurbelt im Gehirn die Produktion von sog. Glückshormonen (Endorphinen) an.
Lachen ist eine Therapie für Leib und Seele. Es hat an sich heilende Kraft. Schon in der Bibel steht, dass ein fröhliches Herz der beste Arzt ist. Lach- Fachleute propagieren diese Medizin unter anderem bei Herzerkrankungen, Tuberkulose ,bei Depressionen und in der Schmerztherapie. Die therapeutische Wirkung de Lachens wird vor allem der durch das Lachen erhöhten Endorphinproduktion zugeordnet.
Wer verlernt hat, zu lachen, der sollte es wieder lernen. Die Vorteile sind - wie erwähnt - enorm. Und wenn dazu ein mehrmaliger Kino- oder Theaterbesuch oder gar ein Hotelaufenthalt verhilft ist es auch gut. Außerdem kann man überall Lach- und Witzseminare besuchen, wenn man in der eigenen Umgebung nur trübe Gesichter findet.
Es klingt merkwürdig und ist natürlich ungewohnt, aber ein kleiner wirkungsvoller Anfang ist es schon, wenn Sie sich morgens nach dem Aufstehn im Spiegel anlächeln.
Ostseeurlaub eine Chance für die ´große` Liebe?
Wer kennt sie nicht die großen Lieben : Romeo und Julia, Philemon und Baucis,
die beiden Königskinder und Hertha und Fritz (Pseudonym) von nebenan.
Herrlich sind die intensiven Gefühle, wenn sie nicht nur so grausam enden würden.Einmal hat die Familie was dagegen, was sehr unangenehm wirkt, ein anderes mal verlieren die beiden nicht nur Haus und Hof. Im dritten Fall ist das Wasser viel zu tief und bei Hertha und Fritz endete die große Liebe nach 5 Monaten in einem großen Eklat mit allem Drum und Dran.
Die große Liebe scheint eine gefährliche Angelegenheit zu sein für jeden den sie befällt. Noch im 7. Himmel schwebend stößt man sich plötzlich den Kopf an einem Kirchturm oder den großen Zeh schmerzhaft an einem Stein.
Wenn jemand von der großen Liebe redet, dann weiß man worum es geht : um die herrliche, überwältigende, zauberhafte Liebe.Die große Liebe erscheint uns als strahlende Verheißung dauernder Freude und ewigen Glücks.
Der Himmel hängt voller Geigen und die Welt ist ein einziges Trallala. Die große Liebe erscheint als Paradies, weil sie unsere tiefsten und ältesten Sehnsüchte lebendig werden läßt. Sie beschwört Bilder und Träume von wunderbarer Harmonie, in der der geliebte Mensch den Schlüssel zum Glück des jeweils anderen besitzt.
Die Liebe ist so groß, das es kaum Raum gibt, die eigene Identität zu wahren. Die gegenseitige Hingabe grenzt an vollkommene Selbstaufgabe. Allerdings dauert dieser Zustand meist nicht länger als 6 Monate höchstens 1 Jahr. Und das ist auch gut so. Irgendwann muß die Idealisierung des Partners enden. Wer könnte sonst noch arbeiten, geschweige denn den eigenen Interessen folgen!
Die große Liebe muß sich verändern, wenn sie mit dem Alltag zu tun bekommt. Bestenfalls kann aus ihr eine realistische, partnerschaftliche Liebe werden, in der die Stärken und Schwächen des anderen und die eigenen akzeptiert werden.
Schlimmstenfalls erleben die Liebenden eine schwere Enttäuschung, häufig wird der geliebte Mensch dafür verantwortlich gemacht und nicht die Zerbrechlichkeit und Illusion der großen d.h. der romantischen Liebe.
Es ist normal, daß wir uns nach dieser symbiotischen Phase voneinander distanzieren und differnzieren was in der Beziehung für uns positiv und auch belastend ist. Mit einem Mal nehmen wir große Unterschiede aneinander wahr. Wir lernen einander ´wirklich` kennen. Plötzlich findet sie seine Freundlichkeit gekünstelt und er ihren Humor geschmacklos.
Häufig erschrecken sich Paare wegen ihrer Distanzierung. Dabei ist es ´normal`. Man beginnt sich aufeinander einzustellen. Man streitet und reagiert aggressiv. Beide suchen ihren Platz in der Beziehung.
Wenn man darüber spricht, daß die Verliebtheitsphase nun vorüber ist und jetzt das wirkliche Leben stattfindet, und wenn man seine Unterschiedlichkeit wohlwollend anerkennt, dann hat man`s geschafft. Der Test ist bestanden.
Man spielt sich im Alltag ein. Unterschiedliche Aufgaben und Rollen werden eingenommen, man lernt zunehmend mit den Eigenarten des anderen umzugehn.Die abgestimmte Beziehung macht das gemeinsame Leben leichter.
Man weiß, man kriegt alles oder fast alles hin in der Beziehung. Man schätzt sich, liebt und akzeptiert sich zumindest so sehr, daß erfahrene Kränkungen mehr als aufgewogen werden.
Das ist jedoch auch eine Gefahr ! Wenn man nicht aufpasst, dann sagt man plötzlich verständnisvoll ´ Vati` und ´Mutti` zueinander. Und wer möchte schon gern mit Vati oder Mutti verheiratet sein.
Das ´Methusalem-Projekt` oder Senioren sein und fit bleiben
Das waren noch Zeiten als man sein Leben behaglich und ohne Qual der Wahl zwischen Seniorenteller und Krückstock verbringen konnte.
Sich im Restaurant den goldenen Seniorenteller (für langes Sitzen und geringen Appetit) verdient zu haben, galt früher als große Leistung . Heute ist das anders!
Die Jogginghose gehört für viele zwar noch zur Grundausstattung, ist jedoch nicht mehr allein des kleinen Mannes Hausanzug. Es wird tatsächlich gejoggt. Darüberhinaus locken PC , Fern- und Abenteuerreisen den älteren Menschen ins Leben.
Woher kommt das bloß ?
Die sog. Globalisierung, die Komplexität unserer Gesellschaft, das Arbeitsleben in seiner Dynamik, die dort geforderte Flexibilität und Schnelligkeit, die Einblicke, die Medien und eigene Anschauung in das Leben an anderen Enden der Welt geben, der relative Wohlstand - durchschnittlich soll jedes Rentnerehepaar über mehr als 1400,- Euro zum Verleben verfügen ( zumindest war es vor einiger Zeit noch so) -und die Gesundheit vieler, stimulieren mehr Menschen als je zuvor, bis ins hohe Alter aktiv zu sein.
Zwar hilft die allgemeine Lebensgestimmtheit auch im Alter vitaler und aktiver zu leben. Will man es aber richtig machen, dann sollte man sich auf die Zeit nach der Berufstätigkeit gut vorbereiten. Die mittleren Lebensjahre sollten mehr als ´Vorspiel` auf ein aktives Alter verstanden werden.
Sich zu fragen :
- Womit möchte ich mich in den nächsten Jahren näher befassen ?
- Wo möchte ich leben und was dort tun ?
- Welchen Interessen möchte ich folgen ? z.B. :Gedächtnistraining ?
- Wie möchte ich meine Kontakte zu anderen gestalten ?
- Was kann ich tun, um die eigene Gesundheit auf Vordermann zu bringen oder angenehm zu erhalten ?
- Wäre es möglicherweise ganz nützlich sich einmal darüber zu informieren, wie physische und psychische Prozesse im Alter ablaufen ?
- Gibt es etwas , wofür ich mich engagieren möchte ?
- Was kann die kleine Freuden des Alltags toppen ?( Gibt es vielleicht jemanden, dem ich noch mal gut vorbereitet und richtig die Meinung sagen möchte ?)
Tatsächlich kann das Ende des Arbeitslebens - egal ob man die Arbeit geliebt hat oder nicht - ohne innere und äußere Vorbereitung zur Hölle werden.
Findet der Verlust der bisherigen Lebensbezüge und - rythmen keine Alternative, dann droht depressive Verstimmung.
Dass sich viele nicht bewußt auf den Zeitraum nach der Berufstätigkeit vorbereiten, liegt wohl u.a. daran, daß man denkt, es würde sich alles von alleine regeln. Ein Irrtum !
Geistige und körperliche Beweglichkeit verlangen Interesse an der Welt.
´Jund`und dynamisch erscheint uns eine ältere Person dann, wenn sie sich für gesellschaftliche Belange und Themen ebenso interessiert wie für ihre direkte Lebenswelt, wenn sie sich auch weiterhin für Fragen der Arbeitswelt interessiert, am kulturellen Leben teilnimmt, sich weiterbildet und lernt, reist, um das Leben zu genießen und Neues zu erfahren und aktiv ist, weil das Leben Aktivität bedeutet.
Inwieweit das Fit- und Jungsein im Alter von den Genen abhängt, das mögen die Genforscher beurteilen. Ansonsten kann das Alter zu einer Zeit werden, in der man sich bewußt mit seiner eigenen Entwicklung, mit der Gestaltung des eigenen Lebens außerhalb der Leistungsorientierung der Gesellschaft befaßt. Da können wir getrost von den alten Indern lernen. Die konnten das schon vor 4000 Jahren.